Kaffeemaschinen

Der Kaffee kochende Maserati

Haben Sie auch Freunde, die plötzlich am liebsten über den teuersten Kaffee oder das beste Brot reden? Keine Sorge: ist normal und liegt im Trend – hat die Wissenschaft herausgefunden. „Soziale Inszenierung“ nennt sich das. „Die Typen, die ich kenne, identifizieren sich aber nicht mit ihrem Wurstbrot, sondern eher mit ihrer Kaffeemaschine“, wirft mein Mann Alexander in die Runde. „Genau“, ätzt meine Freundin Conni, „die stehen breit am Super-Vollautomaten und denken, sie seien George Clooney vor seinem Maserati.“ „Kaffeemaschinen“ weiterlesen

Es lebe die Achtsamkeit VI

stone beautyAchtsamkeit ist so derartig in, dass man selbst im Kraal des deutschen Pessimismus, dem Magazin „Der Spiegel“, das Thema entdeckt hat. „Heilen mit dem Geist“ frohlocken die. Tenor: Positives Denken erobert die Schulmedizin. Da muss ein besonderer Wind durch die heiligen Redaktions-Hallen gefegt sein… Auf acht Seiten wird dem Gutgläubigen das schiere Glück präsentiert. Meditieren hilft nämlich gegen alles – und zwar jedem. Meditieren, Positiv-Denken, Achtsamkeit und das Leben wird lang und glücklich. Ganz mühelos. „Es lebe die Achtsamkeit VI“ weiterlesen

Stars

Können Promis Weine?

Ich wollte zu unserer Weinrunde mal was ganz Spezielles mitbringen, aber Pech gehabt: „Stellt euch vor, der Wein von Brangelina ist schon ausverkauft.“ Meine Freundin Conni ist sprachlos: „Was?! Deren Millionen werden doch für mehr als ein paar Hektar Reben gereicht haben?“ Die Antwort ist einfach: Der ist unerwartet gut. Mein Mann Alexander muss gedanklich erstmal zu uns aufschließen: „Brangela? Hat dieser schmalzlockige Zorro-Darsteller auch ein Weingut?“ Conni stöhnt: „Das ist Banderas, Alexander! Du musst öfter zum Frisör – zum Einlesen in die Glamour-Welt. Hier geht es um Brad Pitt und seine Holde, Angelina Jolie.“ Alexander atmet auf: „Kenn’ ich. Und die haben jetzt ein Weingut? Na, das ist doch mal ein intelligenter Einsatz von Kräften. Bei der Kinderschar brauchen sie noch nicht mal Erntehelfer.“

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Morris: Ein Leben als Hund 7

mo jungMorris mochte Ferien am Meer. Wind und Wellen haben ihn irgendwie beflügelt. Natürlich blieb er auf dem Strand. Gebadet wurde zuhause, Morris war bekennender Warm-Duscher. Einen Sommer waren wir in der Normandie, in einem putzigen Häuschen in Villerville – mittig zwischen Honfleur und Deauville. Der Spaziergang war klar: Rechtsrum war es schön, linksrum mondän.

Meistens sind wir nach Honfleur, aber einmal musste es dann doch das Seebad Deauville sein. Wir haben eingekauft und getrödelt beim Kaffeetrinken und ganz vergessen, dass man an diesem Küstenstrich mit den Gezeiten aufpassen muss.  Als wir an die Steilküste kamen war nichts mehr zu wollen, die Flut hatte uns überrascht. Am Strand war kein Durchkommen mehr. „Morris: Ein Leben als Hund 7“ weiterlesen