Intelligenz im öffentlichen Raum

…manche haben einen Vogel oder auch zwei…
…manche haben einen Vogel oder auch zwei…

Hamburg Hauptbahnhof, früher Nachmittag: Schon bevor es losgeht, kann der Passagier zunächst einiges über das System Bahn lernen: „Wir haben einen Türendefekt, aber sobald unser Zugführer die Unterlagen zu unserer Umleitungsstrecke vorliegen hat, geht es gleich los.“

Mit 40 Minuten Verspätung erreichen wir Hannover, in Kassel sind es nur noch 30. Und ab da konnte ich richtig was lernen. Ein ganzes Füllhorn voll Themen  passt nämlich auf die Strecke  Kassel – Frankfurt. „Intelligenz im öffentlichen Raum“ weiterlesen

Pioniere

Wasser marsch!

Das neueste Thema unter Winzern mit Pioniergeist scheint harmlos. Es geht darum, ob man dem Wein ein bisschen Wasser zufügen sollte …? Seit der französische Starwinzer von der Rhône, Michel Chapoutier, sich dafür ausgesprochen hat, ist das Thema nicht mehr wegzuschweigen. Und ich sag es gleich, ich bin auch dafür. Denn mit Panschen hat das nichts zu tun.

Meine Freundin Conni sieht den Ernst der Lage mal wieder überhaupt nicht und tönt: „Wieso? Schorle kennt doch jeder. Und wo ist jetzt der Aufreger?“ Himmel hilf! Das Wasser soll selbstverständlich bei der Weinbereitung rein und den Alkoholgehalt senken. Der ist nämlich aufgrund des Klimawandels bei immer mehr Weinen teuflisch hoch. „Pioniere“ weiterlesen

Der Begleiter der Zulu

Diese Geschichte ist erschienen in:

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Edith und Johan Gallant holen mich mit ihrem Allrad-Vehicle in Durban ab. An der Ausfahrt des Hotelparkplatzes wirft Edith einen langen Blick zurück auf das feudale Portal: „Das ist das weiße Afrika. Gleich wirst du das Gegenteil davon sehen: das schwarze Afrika.“ Unser Ziel ist Zululand, die Heimat des AfriCanis, wie Johan diesen Hund des südlichen Afrikas nennt. Es handelt sich um einen Vierbeiner von schlichter Schönheit mit langer Schnauze, gewölbter Stirn, markanten Ohren und dem feingliedrigem, gestreckten Körperbau eines Langstreckenläufers. Der österreichische Hunde-Experte Hellmuth Wachtel hält sie nicht zuletzt deshalb für Nachkommen von Saluki-artigen Windhunden. Eine durch Zuchtstandards festgelegte Rasse mit Klubstatuen ist es jedenfalls nicht. „Der Begleiter der Zulu“ weiterlesen

Es lebe die Achtsamkeit VII

FotoLoslassen. Egal um welches Problem es geht, der wohlmeinende Rat, der einem heute gegeben wird heißt: Loslassen. Einfach loslassen. Als wenn es einfach wäre… Jeder benutzt das Wort, kaum jemand scheint zu verstehen, um was es dabei geht. Wieso eigentlich grade loslassen? Es ist verblüffend, wie schwer verständlich das schlichte Wort in diesem Zusammenhang ist. Loslassen. Ich kann etwas mit Händen greifen und dann wieder loslassen. Das ist in der Tat einfach.

„Es lebe die Achtsamkeit VII“ weiterlesen

Morris: Ein Leben als Hund 8

moLucie entsprach nicht nur meiner Traumvorstellung von einem Hund. Morris mochte sie auch leiden. Obwohl sie zu Morris Jugendzeit schon eine gesetzte Hundedame war, wurde Lucie immer für die jüngere gehalten. Morris hat das nicht angefochten, er gab gern den Beschützer. Wenn Lucie an der Hundewiese stand und zwei Mal kurz bellte, dann gab Morris richtig Gas, zischte an ihr vorbei und – bellte auch. Ganz egal, ob da was war oder nicht. Die beiden waren ein witziges Team. Einmal waren wir zu einer großen Geburtstagsparty eingeladen. Lucie war gerade für eine Woche bei uns zu Gast, also nahmen wir beide Hunde mit. „Morris: Ein Leben als Hund 8“ weiterlesen