Die Vögel in unserem Garten

winter 2009 2010 022Unser Vogelhaus wird seit Jahren als Institution gehandelt unter den Piepmätzen der Umgebung. Ungefähr Ende Oktober sitzen die ersten Meisen drin und schauen interessiert Richtung Terrassentür. Es ist dann gar nicht so einfach den Ansprüchen gerecht zu werden, denn Vogelfutter gibt’s noch kaum und von der letzten Saison ist bei uns nie was übrig! Unsere Vögel sind gute Esser. Manchmal muss man tatsächlich auf die schon ausgepellten Sonnenblumenkerne zurückgreifen, die sich andere über den Salat streuen.

Wir haben einen sehr kleinen Garten, passend zum kleinen Haus eben, und das ist gut so, denn wir sind keine begnadeten Gärtner. Aber das Tolle daran ist, der liegt umgeben von großen Gärten mit richtig alten Bäumen – hat mal alles den Richthofens gehört, heisst es… aber die brauchten das Geld … Das ist natürlich den Hamburger Vögeln piepegal. Und deshalb versammeln sie sich reichlich bei uns. Anfangs hatten wir nur den sogenannten Kiosk (Foto). Heute sitzt auf dem von Alexander mit Fundament eingelassenen Pfosten eine Reetdach-Vogelvilla.

Ansonsten hat sich nichts geändert. Der Eichelhäher bekommt nach wie vor seine Extra-Portion Erdnüsse in Schale auf dem Dach serviert, obwohl er es über die Jahre nun doch noch gelernt hat das Haus anzufliegen, um sich was aus dem Innenraum zu holen. Dort picken normalerweise jede Menge Kohl- und Blaumeisen, Kleiber, Dompfaffe, freche Rotkehlchen, Grünfinken und wenn ich mich nicht irre sind auch ein paar von den selten gewordenen Spatzen dabei. Die Amseln, die ein paar Jahre lang depressiv drin hockten und keinen reinlassen wollten, kommen nicht mehr, aber wir vermissen sie auch nicht wirklich… Wenn es richtig kalt wird, fliegt ein ganzer Trupp Schwanzmeisen aus Sibirien ein und der Buntspecht verlässt die Eiche des Nachbarn und frisst immer gleich einen halben Meisenknödel auf einmal.

Die absolut coolste Luftnummer hat allerdings mal eine winzige Blaumeise gegeben. Sie wollte auch so eine Riesennuss vom Dach, schnappte sie mit dem Schnabel am kleinen Stiel und flog los. Das Gewicht übertraf wohl deutlich das ihres Körpers und sie legte einen glatten Sturzflug in den Bambus hin … Erst kurz vor dem Boden hat sie losgelassen und ist durchgestartet. Die Nuss hat sich das Eichhörnchen geholt.

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