Das Hunde-Rennen

rennen1Ganz am Start meiner journalistischen Karriere war ich mal bei einer Hundeleistungsschau. Ich erinnere mich noch genau, wie die Frau neben mir mit kräftiger Stimme das Duo auf dem Platz anfeuerte: „Lauf, Dicker, lauf!“ Es blieb offen, ob sie den Form vollendet joggenden Hund oder das schnaufende Herrchen meinte. Der Schäferhund und Sieger der Schau hieß Hasso.

Heute geht der Hund –  jedenfalls der Hamburger Hund – am 1. Mai zum Spaßrennen auf die Windhundrennbahn und heißt alles mögliche, nur nicht „Hasso“. An der Meldestelle stand zum Beispiel Chili: „mit einem L bitte“. Die Dialoge waren ziemlich putzig: „Wie der Hund heißt Cheese?“ „Nein: Chief!“ Dann kam Bagaggio „hinten mit Doppel G!“.

Die Dame mit der Teilnehmerliste schaute erfreut auf, als Lotte dran kam: „Endlich ein richtiger Name!“ Wir waren in bester Gesellschaft, denn Lotta und Lotti waren schon da. Dass der Trend zum deutschen Namen ungebrochen ist, zeigten auch Wilma, Klaus und Paula. Die Windhund-Mix-Vertreter waren ein schickeres Kaliber: Gala, Sira und Leila … und dann gab es noch die Vierbeiner bei denen sich gewisse Vorlieben der Zweibeiner an ihrer Seite ausmachen ließen: Tyson, Dodge, Rusty, Mayo und Muffin … bei den Damen eher: Juwel, Clio und Bailey …

rennen2

Wie das Rennen ausgegangen ist? „Wir“ wurden 4. durch einen grandiosen 2. Lauf von Lotte – leider konnte sie  Jill, Odi und Lotta nicht mehr hinter sich lassen. Aber nach dem Rennen ist bekanntlich vor dem Rennen! Den Pokal, den wir zum Entsetzen von Alexander überreicht bekamen, habe ich stolz mit Lotte zusammen auf der Waschmaschine aufgestellt. Da ist er sicher vor der Mülltonne, Alexander schaut dort nicht so oft vorbei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.