Profi-Trinker: Das WeinKondom

Juli 12th, 2014 § 0 comments § permalink

Tolle Tarnkappe?
Für mich ist „Weniger ist mehr“ ein stimmiger Ansatz, auch wenn die Accessoire-Industrie das anders sieht. Wenn es nach denen ginge, hätte man Wandschränke voll seltsamer Geräte – unter anderem zur Behandlung von Weinflaschen. Was es da alles gibt: vom Säbel für Leute, die sich beim Öffnen einer Champagnerflasche schon immer mal in die Hand schneiden wollten, bis zum Flaschenhalter in Form eines Lassos für den Rodeo-Fan … irre! Eine sprudelnde Geldquelle scheinen auch Verschlüsse für Weinflaschen zu versprechen. Und das treibt dann gern heitere Blüten.

Ganz neu zum Beispiel ist die Entwicklung eines Weinflaschenkondoms. Ja genau, ein Überzieher, den Sie über den Flaschenhals stülpen. „Womöglich mit Erdbeergeschmack, wer denkt sich das denn aus?“ Meine Freundin Conni verzieht ihr Gesicht. Es wird wohl eher Blaubeer sein, kann ich sie informieren, denn der Prototyp der amerikanischen Erfinder ist in edlem Dunkelblau gehalten. Die beiden, Mutter und Sohn aus Texas, finden ihre eng anliegende Gummiabdeckung ultrapraktisch und wollen sie unbedingt in Serie herstellen.

„Das wird nie was, dafür sind die Amis viel zu prüde.“ Mein Mann Alexander glaubt nicht an die Begeisterung der US-Trinker für dieses Projekt. „Wenn das Franzosen wären, ja, aber so …“ Conni dagegen sieht den Sinn: „Ist doch klar: Die Franzosen brauchen kein Kondom, also jedenfalls nicht für ihre Weinflasche. Die trinken aus. Aber die Amerikaner, diese moralinsauren Erfinder der Prohibition, die tragen halb volle Flaschen wieder in die Kühlung!“

Ja, und ich hätte das Ding gern auf dem deutschen Markt! Und zwar in XXL als Ganzkörperkondom für prima Weine mit scheußlichem Etikett! Zu der Diskussion haben wir übrigens den leichten, saftig-aromatischen 2013 Heilbronner Stiftsberg, Riesling, Kabinett, trocken, getrunken. 5,24 Euro, www.wg-heilbronn-shop.deet-logo

Ich liebe Fussball!

Juli 9th, 2014 § 0 comments § permalink

Foto[4]Lotte nach dem bahnbrechenden Match Brasilien–Deutschland

Profi-Trinker: form follows function

Juli 5th, 2014 § 1 comment § permalink

Design oder nicht Design
… war in unserer Weinrunde die Frage. Haben Sie auch das Gefühl, dass manche Winzer unter die Verpackungskünstler gegangen sind? „Ja, die werden immer verrückter“, erhitzt sich meine Freundin Conni über die jüngsten Design-Verirrungen: „Flaschen mit überlangem Hals zum Beispiel, die sollten weltweit verboten werden! Neulich hat die ganze Nacht meine Kühlschranktür offen gestanden, weil ich eine von denen da reingelegt hatte. Und das bei den exorbitanten Strompreisen!“

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Nachtleben mit Morris und Lotte

Juni 8th, 2014 § 0 comments § permalink

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Lotte im Tiefschlaf

Es gibt Hunde, die schlafen im eigenen Bett. Auch gut. Bei uns ist das anders, wir sind Anhänger der Rudel-Idee. Ist wissenschaftlich natürlich Quatsch, weil wir so gesehen eher eine Gruppe bilden. Aber egal, wir teilen das Lager. Das hat uns unser ersten Hund Morris beigebracht. In nächtlicher Kleinarbeit hat er sich heran gearbeitet, denn als er aus dem Heim kam, wurde ihm – klassisch Anfänger – selbstverständlich zunächst ein separater Schlafplatz in einem Hundebett (Raubtiermuster) angeboten …

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Ausgezeichneter Profi-Trinker

Juni 7th, 2014 § 1 comment § permalink

preisManchmal wird man – auch nach fast schon 30 Jahren im Job – noch verblüfft. Zum Beispiel, wenn man einfach so aus heiterem Himmel einen Preis gewinnt. Ich habe – außer 10 Euro mit meinem Los von der Fernsehlotterie – noch nie was gewonnen. Allerdings spiele ich auch nicht. Oder nicht mehr. Eine zeitlang habe ich mein Glück beim Lotto versucht und sogar mal 42,35 Euro abgegriffen. Ein Freund hat mich dann allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass man damit Verzweiflung zum Ausdruck bringt … Also habe ich es gelassen. » Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Weinfreunde in Fernost

Mai 4th, 2014 § 0 comments § permalink

Die Chinesen kommen!
Vor zehn Jahren haben wir noch über die Weintrinker im Reich der Mitte gewitzelt. War ja auch komisch, wie die ihr neues Statussymbol Bordeaux mit Cola trinkbar gemacht haben. Mit Cola! Das ist lange her. Heute ist der Große Sprung nach vorn vollzogen. In Seminaren und Tastings haben die Chinesen gelernt, dass Wein dann doch kein Mix-Getränk ist. „War ja auch zu peinlich für eine Nation mit derartig alter Trinkkultur“, springt meine Freundin Conni spontan für ihre trinkfesten Geschäftsfreunde in die Bresche.

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Das Hunde-Rennen

Mai 3rd, 2014 § 0 comments § permalink

rennen1Ganz am Start meiner journalistischen Karriere war ich mal bei einer Hundeleistungsschau. Ich erinnere mich noch genau, wie die Frau neben mir mit kräftiger Stimme das Duo auf dem Platz anfeuerte: “Lauf, Dicker, lauf!” Es blieb offen, ob sie den Form vollendet joggenden Hund oder das schnaufende Herrchen meinte. Der Schäferhund und Sieger der Schau hieß Hasso.

Heute geht der Hund –  jedenfalls der Hamburger Hund – am 1. Mai zum Spaßrennen auf die Windhundrennbahn und heißt alles mögliche, nur nicht “Hasso”. An der Meldestelle stand zum Beispiel Chili: “mit einem L bitte”. Die Dialoge waren ziemlich putzig: “Wie der Hund heißt Cheese?” “Nein: Chief!” Dann kam Bagaggio “hinten mit Doppel G!”.

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… und jetzt zum Wetter

April 26th, 2014 § 0 comments § permalink

lo-weGöttlich! In Hamburg haben wir Sommer im April: 25 ° Celsius, Sonne, leichte Brise. Der Flieder blüht schon an der Elbe und so gut wie alle Bäume haben Blätter. So könnte es von mir aus bis November bleiben.

Sicher wie im Ford 17m

April 18th, 2014 § 2 comments § permalink

vwNeulich war ich in Sachen “Sicherheit” mal richtig platt. Ich hatte einer jungen Mutter angeboten, wir könnten sie im Auto aus der Stadt mit nach Hause nehmen. Sie hatte einen eiligen Termin und war ganz zappelig. Aber: “Nein”, sagte sie mit Nachdruck, “das geht nicht, ich hab das Kind dabei und ihr habt keinen Kindersitz.” Wahnsinn! Da hat mir mein Hirn gleich eine ganze Flut von Bildern abgespielt, die mir klar machten: Es ist ein Wunder, dass ich noch lebe.

Zum Beispiel sind wir in meiner Kindheit in den Sommerferien immer nach Holland ans Meer gefahren. Erst mit dem Käfer, das war noch von Dortmund aus. Da lag ich hinten in der Kiste! Ja, unter dem “Brezelfenster” (Foto) haben die alten Volkswagen eine eingelassene “Kiste”. Von wegen Kindersitz. Später von Bayern aus reisten wir die ungefähr 650 Kilometer mit dem Ford 17m. Aus heutiger Sicht eher ein Kleinwagen und für damalige Verhältnisse auch nicht grade riesig, wenn es darum ging eine Familie mit sechs Personen zu transportieren.

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Helden im wahren Leben IX

April 15th, 2014 § 0 comments § permalink

FotoAls Mensch mit süddeutscher Konditionierung fragt man sich manchmal, wieso sich die Hamburger eigentlich so britisch finden. Aber dann gibt es plötzlich diese Situationen, in denen man denkt: “Wie London.” Seit neuestem zum Beispiel fahren die Hamburger Busse – also zumindest die Schnellbusse – nicht mehr einfach in ihr Fahrerlager zum Wechsel. Nein, das machen die unterwegs auf der Strecke, sozusagen fliegend.

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