Freudscher Versprecher

Mai 11th, 2015 § 0 comments § permalink

Heute… an der Supermarktkasse

FullSizeRenderDie fröhliche Kassiererin unterhält sich angeregt mit der Kundin vor mir – bei den beiden leidet weder die Durchschieb-Geschwindigkeit der Waren, noch das Wegpacktempo.
Die Kundin sagt: Bei Ihnen kaufe ich am liebsten, klappt alles immer so gut.
Die Kassiererin strahlt: Ja, wir sind ein eingeschweißtes Team…
Das habe ich nicht erfunden!

Profi-Trinker: Bella Italia

Mai 11th, 2015 § 0 comments § permalink

Nur geklaut?
Ich liebe Italien. Und die Klischees auch: La dolce vita, Pizza, Pasta, Porchetta, Vino, Gelati, nicht zu vergessen die sentimentalen Tifosi – herrlich! Das ist Amore. Und damit das so bleibt, sozusagen in Carrara-Marmor gemeißelt, haben meine geliebten Italiener jetzt einen Club gegründet zum Schutz des „Prodotto italiano“. Unter dem Namen „Italian Sounding“ soll Plagiaten, also allem, was nur nach Italien klingt, der Garaus gemacht werden. Basta!

» Read the rest of this entry «

Die Killer-Dogge von Tötensen

März 14th, 2015 § 0 comments § permalink

IMG_0607Manche Ortsnamen sind speziell – so wie Tötensen zum Beispiel. Das liegt, wenn man aus Hamburg nach Süden rausfährt, Richtung Lüneburger Heide, gleich hinter dem Elbtunnel. Nicht dass wir ständig in Tötensen wären, aber die Autobahnausfahrt heißt genauso. Jedes mal, wenn das Schild auftaucht, sagt Alexander: “Da hat Tante Marita auch mal gewohnt.” Und ich antworte: “Ja. Die Killer-Dogge von Tötensen”. DIE Überschrift im Blätterwald des Nordens so ungefähr anno 1970.

» Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Nachhaltigkeit

Februar 17th, 2015 § 0 comments § permalink

Alles Träumerei?
Ich bin gegen ex und hopp. Lieber einmal was Gutes, statt ständig Neues kaufen. Ich glaube, meinen Rührlöffel habe ich seit 40 Jahren. Die Nachhaltigkeitsidee fällt bei mir deshalb auf fruchtbaren Boden. „Ach, träum weiter!“ Mein Mann Alexander hat anhand der Glühbirne den Glauben an die Menschheit verloren: „In den 20ern – letztes Jahrhundert – haben die Hersteller verabredet, dass nach 1000 Brennstunden Schluss ist, so wird die Birne rentabel. Heute ist es mit allen Geräten so: Die sollen nicht halten! Nachhaltigkeit ist in, die Wirklichkeit sieht anders aus.“

» Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Hopfen und Malz

Januar 20th, 2015 § 3 comments § permalink

Bier ist Frauensache!
Nein, ich habe keine Vorurteile – dachte ich. Bis ich mich hinsetzte, um über Bier zu schreiben. Eindeutig Männersache, schrieb ich da. Und weiter: seinen Fans Grund genug, stundenlang in Kneipen mit abgestandenem Geruch zu sitzen und dabei schweigend auf Gläser zu starren … Tja, Sie ahnen es, ich bin frohsinnige Weintrinkerin. Die bierernste Säule der Getränkewelt, gestützt von König Fußball, Herrengedeck und Reinheitsgebot, ist mir fremd. Hopfen und Malz waren immer etwas für andere, für eine eingeschworene Gemeinde eben, die mit Heiligen, Raubtieren und Geweihträgern auf dem Etikett was anfangen konnte. Unvorstellbar, dass sich das mal ändern könnte.

» Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Der Klimawandel

Januar 5th, 2015 § 0 comments § permalink

… und jetzt zum Wetter
Nach Supersommer und Jahrhundertherbst – in Hamburg, meine ich – braucht kein Mensch einen Winterurlaub unter südlicher Sonne. „Sag bloß, Du willst Skifahren?“ Meine Freundin Conni zieht die Augenbrauen hoch. Sie kann dem Skizirkus nichts abgewinnen. „Oh Gott, Jagertee“, stimmt mein Mann Alexander ein. Dabei ist die Sorge völlig unberechtigt. Ich kuschle mich lieber aufs Sofa. Hüttenzauber? Mir reicht das Schaffell. Auch wenn mein Hund Lotte ziemlich empört Besitzanspruch anmeldet.

» Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Die Sache mit dem Sti(e)l

Januar 5th, 2015 § 0 comments § permalink

Kleiner Stil-Knigge
Der Jahreswechsel ist ja der perfekte Zeitpunkt, ein bisschen über Etikette nachzudenken. Und wenn ich einen Wunsch frei hätte, wünschte ich mir, dass der eine oder andere Weintrinker sich auf einen gepflegten Stil und, ja, auch auf den Stiel besänne. Kurz: Es stört mich, wenn Leute ihr Weinglas unelegant am Kelch grabschen. „Wieso? Ist doch großartig. Wenn was passiert, hat der Detektiv wunderschöne Fingerabdrücke.“ Meine Freundin Conni hat in ihrem Leben eindeutig zu viele Krimis gelesen.

» Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Der Glühwein dräut …

Dezember 8th, 2014 § 0 comments § permalink

Verkehrte Welt im Advent
Also, Advent ist nicht meine Jahreszeit. Erstens: Das Wetter deprimiert mich. Zweitens: Ständig schmeißt jemand mit Kalorienbomben nach einem. Und dann auch noch die Glühweinsaison – grässlich! „Ach, den gibt’s doch jetzt ganz wunderbar als Winzerglühwein, und der ist gar nicht so schlecht“, sagt meine Freundin Conni, aber sie stammt auch aus dem Epizentrum aller Weihnachtsmarkttraditionen: Nürnberg! Man muss es ihr also nachsehen … „Von wegen Nürnberg, das Getränk geht zurück bis auf die alten Römer.“ Mein Mann Alexander ist Lateiner: „,Conditum paradoxum‘ hieß der damals hochgeschätzte Stoff und wurde von schönen Jünglingen serviert.“

» Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Das Comeback

September 22nd, 2014 § 0 comments § permalink

Korn kommt!
Ich weiß ja nicht, wie alt Sie sind, aber mir fällt beim Thema „Made in Germany“ gern mal Apfelkorn ein. „Oh, Gott …“, meine Freundin Conni erinnert sich schlagartig an die Partys in den 70er Jahren, damals in der Kellerbar des Studentenwohnheims. Ich war dort sogar zwei Semester lang Barkeeper zusammen mit meinem Kommilitonen Khalid. Damals waren wir uns einig: Boney M. plus Apfelkorn sind der Kassenschlager. Ich meine mich zu erinnern, dass „Rivers of Babylon“ aus dem Kassettendeck dröhnte. Keiner wäre ins Bett gegangen, ohne mindestens einmal mitzusingen und ein, zwei … Gläschen zu kippen. War ja auch ausgesprochen preisgünstig – 80 Pfennig oder so.
» Read the rest of this entry «

Profi-Trinker: Sex Sells …

August 31st, 2014 § 0 comments § permalink

Foto[1]Sex? Nicht schon wieder!
Keine Ahnung, wie es Ihnen geht, aber mir kommt meine Umgebung langsam „oversexed“ vor. Bei der Werbung hat man sich ja daran gewöhnt: Der Marketingerfolg ist direkt proportional zur knallig präsentierten Blöße. Aber dass jetzt auch noch der Wein herhalten muss für „Sex sells“ – echt peinlich! „Wie? Haben sie einen B-Promi in einer Wanne voll Champus geknipst?“ Mein Mann Alexander lässt eindeutig einen gewissen Ernst vermissen. Dabei kann er sowas von froh sein, dass ich uns nicht den Abend verhunzt habe mit dem „Pornfelder“ vom Online-Versender „Geile Weine“.

» Read the rest of this entry «