Chinesen sind ja die Schwaben Asiens, das kenne ich bestens von meiner Freundin Fu. Also wie die sparen kann… Deshalb hat es mich auch gar nicht groß gewundert, dass zwei Chinesen beim Einsteigen in den Schnellbus erstmal den Preis aushandeln wollten. Die Haltestelle ist nicht weit vom Hamburger Konsulat entfernt, deshalb ist es nichts Außergewöhnliches einen Vertreter des Reichs der Mitte an der Elbchaussee anzutreffen.
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Helden im wahren Leben VIII
Februar 22nd, 2013 § 1 comment § permalink
Es lebe die Achtsamkeit III
Februar 7th, 2013 § 0 comments § permalink
Die mobile 8samkeit
Das Leben ist kein Wunschkonzert. Wissen wir alle. Schon gar nicht im freitäglich voll gestopften ICE von Frankfurt nach Hamburg. Da überkommt einen schon mal dieses unbändige Bedürfnis nach Ruhe und Meditation. Das Buch ausgelesen, draußen rast die Welt grau in grau vorbei, der Sitznachbar grunzt freudig über seinem Brutalo-Comic auf dem ipad. Wer will da nicht weg, ganz weit weg. Aber bei sich selbst bleiben geht auch.
Zumindest bis das Kleinkind anfängt aus vollem Hals zu brüllen.
PS – zum Helden VII
November 21st, 2012 § 0 comments § permalink
Das ist im Schnellbus selten, der gleiche Fahrer am übernächsten Tag. Der Chinese wieder. Und das ist er sicher, habe heute gesehen, dass er traditionelle, lange Nägel an den kleinen Fingern kultiviert. Der Mann war wie ausgewechselt: die Ausgeglichenheit selbst. Aber unterhaltsam war er auch heute wieder: Er hatte einen von Hand beschriebenen Bogen Papier dabei, von dem er leise die Lippen bewegend sich selbst vorlas und fröhlich grinste. Wie romantisch dachte ich, ist bestimmt ein Liebesbrief. Aber je länger das dauerte – wir krochen eine ganze Weile im Stau voran – desto mehr bin ich zur Überzeugung gekommen: Der hat seinen Beitrag zur Weihnachtsfeier auswendig gelernt.
Helden im wahren Leben VII
November 19th, 2012 § 0 comments § permalink
Dieses ruhige Gleiten ist ja das, was ich an Profi-Fahrern so unendlich bewundere. Die bewegen sich – egal wie riesig ihr Vehikel – durch den Verkehr wie ein Fisch im Wasser. Herrlich. Manche Autofahrer können das auch. Und umgekehrt können es manche Profis auch nicht. Heute morgen hatte ich so einen. Der fuhr wie meine Schwiegermutter, mit äußerst unruhigen Gas-Fuß. Mir hängt jetzt noch der Magen auf halber Höhe vom ruckartigen Vor und Zurück im Sitz. Mit verbundenen Augen hätte ich sofort China assoziiert. Ganz klassischer Fahrstil!
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Helden im wahren Leben VI
November 14th, 2012 § 0 comments § permalink
Hamburgs Radfahrer sind lebensmüde – es kann nicht anders sein. Ständig liegt irgendwo ein zerknülltes Fahrrad auf der Straße. Daneben immer die gleiche Szene: Rettungswagen – Polizisten – Autofahrer, den Schock im Gesicht. Mehr weiß man natürlich nicht, wenn man mit dem Schnellbus vorbei braust. Aber neulich hab ich einen Vorgeschmack bekommen, von dem was da abgeht: Ein Typ “Space Cowboy” radelt die Elbchaussee runter, dem müssen die Waden geglüht haben. Wie im Rausch zieht der immer wieder am Bus vorbei – auch gern noch schnell vor der Haltestelle und zwar rechts rum. Da stand einem schon im Bus sitzend der Schweiß auf der Stirn. Und dann kam der Clou: Der Bus steht an der Ampel auf der Links-Abbieger-Spur, Space Cowboy zieht von rechts ran, hält neben dem Bus, haut auf die geschlossene Tür. Der Fahrer, der das wahnwitzige Treiben die ganze Zeit echt cool im Griff hatte, macht auf: “Was’ los?” Cowboy schreit erbost: “Sie! Sie haben mich abgedrängt!”
You can’t beat this one …#V
Oktober 28th, 2012 § 1 comment § permalink
This time: Quite a flight. Well, the Nepali know how to handle an aircraft in difficult conditions – more often than not. I have been on several flights alongside the impressing peaks of the Himalaya. Buddha Air did a perfect job. I guess, it’s in the name, everybody on board was in a state of considerate relaxation. To start with: It is so cute how they proudly present their fleet on colourful boarding cards: Five propeller planes in blue and white. » Read the rest of this entry «
Helden im wahren Leben V
Oktober 22nd, 2012 § 0 comments § permalink
Haben Sie schon mal einen Schnellbusfahrer eine Rede halten hören? Ich schon! Und der Mann war so cool. Mit einfachen Wort war alles gesagt. Ein Typ im Designer-Anzug war Susettestraße eingestiegen und zischte boshaft. Was? Keine Ahnung, das wurde durch einen Menschen abgeblockt, der noch eine Fahrkarte brauchte. Muss aber ordentlich gewesen sein, denn die beiden schauten verblüfft hinter dem Typen her. Abfahrt, ein paar Meter passierte nichts. Dann griff der Mann am Steuer zum Mikrofon: “Was Sie denken? Sie schreien. Ich Panik. Wir alle tot.
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Helden im wahren Leben IV
Oktober 1st, 2012 § 0 comments § permalink
Eigentlich denkt man, dass Busfahrer ein bestimmtes Alter haben müssten, für den Service am oft nörgeligen Kunden. Warum weiß ich nicht und ist auch nicht so. Neulich hatte ich einen, der war bestimmt noch keine 30. Sah eher aus, als hätte er grade den Führerschein gemacht … der war ungebrochen, engagiert, gradezu fröhlich. Was ganz anderes als die alten Brummbären, die natürlich auch richtig cool sind. Also jedenfalls fährt der junge Dynamiker schwungvoll an die Haltestelle ran. Tür auf, aber die Blondine bleibt draußen stehen und ruft rein: “Wie lange brauchen Sie bis Teufelsbrück?” Der jugendliche Fahrer roch das Abenteuer und fragte begeistert: “Wann müssen sie da sein?” Sie: “In 20 Minuten.” Er: “Springen Sie rein, das schaffen wir.”
Herrlich, die hat ihm das auch noch geglaubt! Dass er an seiner Kasse einen Routenplan kleben hatte, sprich: verdammt neu im Geschäft war, das hat sie gar nicht gemerkt. Aber so wie der geheizt ist, haben die beiden das wahrscheinlich sogar geschafft. Bei Schnellbussen muss man nämlich aufpassen, die fahren wie der Teufel, nicht nur, wenn ihr Ziel Teufelsbrück heißt. Neulich saß ich in einem, der musste auf der Reeperbahn eine Vollbremsung hinlegen, weil so ein Dödel aus der Seitenstraße geschneckt kam. War knapp, aber der Schnellbuss-Passagier ist loyal, wie die Dame neben mir: “Also diese Autofahrer heutzutage.”
Kassel mobil
September 9th, 2012 § 0 comments § permalink
documenta 13 –
die erfrischt den Geist, auch wenn man erstmal ein paar Nächte schwer träumt, weil man so erschüttert ist. Die Sache mit den Handy-Filmen der Erschossenen in Syrien zum Beispiel… Aber das besondere war die Erkenntnis, dass ohne Bewegung kaum ein Werk auskommt. Bewegte Bilder sind Pflicht.