Wieder da: Weihnachtsschweine

November 29th, 2012 § 1 comment

Das Hamburger Weihnachtsschwein ist ein Saisonplätzchen und hat wie jeder Keks von Format eine Geschichte.

Freundliche Rudeltiere

Sein Ursprung liegt in der Provence. Vor gefühlt zu vielen Jahren waren wir dort, sind über Land gefahren, haben fröhlich die überbewertete Küche und den Wein genossen. Haben Marseille lieben gelernt und … lange Rede kurzer Sinn: In einem wunderhübschen Laden an einer malerisch geschwungenen Landstraße haben wir Konfitüre in formschönen Dosen eingekauft – eigenwillige Sorten wie Feige-Lavendel und Aprikose mit Rosenwasser. Genau, in heimischen Gefilden habe ich mich dann gefragt, was macht man damit? Die Antwort kam mir im November: Plätzchen. Es war mir eingefallen, dass meine Mutter von ihrer Großmutter (der Fabrikanten-Gattin) erzählte, dass sie mit Himbeergelee feinstes Gebäck fertigte. Ein Traditions-Rezept mit Haferflocken und Gewürzen schien mir folglich die richtige Basis für eine Testreihe. Es war der Start meiner kleinen weihnachtlichen Erfolgsgeschichte!

Die Sache mit dem Schwein ist dagegen ganz einfach: Ich hatte lange Jahre nur einen Ausstecher, das Glücksbringer Schwein eben. Und zum Hamburger wurde das Schwein, weil der Keks meinem von mir aufs äußerste geschätzten Arzt gewidmet ist. Sein Geburtstag am 28. 11. ist Saisonstart! Dieses Jahr waren wir übrigens in keinem Landstrich mit Marmeladen-Produktion, deshalb ist die Edition 2012 mit Tante Gundulas Quittengelee entstanden. Und jetzt das Rezept:
125 Gramm Honig und 200 Gramm Marmelade oder Gelee (wenn Sie nicht zu skurrilen Mitbringseln neigen, können Sie auch braunen Zucker nehmen), 150 Gramm gesalzene Butter (Zimmertemperatur), eine Mischung von insgesamt ungefähr 100 bis 150 Gramm gehackte Cranberries und Lieblingsnüsse, 200 Gramm Haferflocken, 250 Gramm Mehl, 1 gehäufter Teelöffel Hirschhornsalz (in wenig Flüssigkeit aufgelöst) und die Gewürze: abgeriebene Bio-Zitronen und -Orangenschale, Zimt, Nelken, Sternanis, Muskat, Kardamom (Faule nehmen fertiges Pfefferkuchengewürz) und ein Daumen großes Stück frisch geriebener Ingwer. Alles mischen, eine Stunde kaltstellen, Schweine ausstechen, mit Ei bestreichen und ca. 10 Minuten bei 200° backen.

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§ One Response to Wieder da: Weihnachtsschweine

  • Er nun wieder sagt:

    Ich bin ja ein ausgewiesener Backmuffel – die exakten Mengenangaben erinnern mich einfach zu sehr an Mathematik und in Mathe hatte ich immer eine Fünf – aber die Weihnachtsschweinchen traue ich mir zu. Die Mischung klingt so schmackig und die Tierchen sehen ja auch zu und zu possierlich aus….

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