Es lebe die Achtsamkeit III

Februar 7th, 2013 § 0 comments

Die mobile 8samkeit 
Das Leben ist kein Wunschkonzert. Wissen wir alle. Schon gar nicht im freitäglich voll gestopften ICE von Frankfurt nach Hamburg. Da überkommt einen schon mal dieses unbändige Bedürfnis nach Ruhe und Meditation. Das Buch ausgelesen, draußen rast die Welt grau in grau vorbei, der Sitznachbar grunzt freudig über seinem Brutalo-Comic auf dem ipad. Wer will da nicht weg, ganz weit weg. Aber bei sich selbst bleiben geht auch.

Wozu hat der Mensch seine geführte Sitzmeditation auf dem iphone gespeichert. Die Führung kommt aus den Kopfhörern und los geht’s . Gut, der ruhige, geschützte Platz, an den mich die Stimme schickt, scheint jetzt Lichtjahre entfernt … und das würdige Erscheinungsbild ist in diesem Spezialfall auch … naja, sagen wir mal … relativ. Erstaunlicherweise habe ich aber sehr schnell das Gefühl in einem geschützten Kokon zu sitzen. Wunderbar! Den verzweifelten Telefonierer ein paar Sitzreihen weiter, der einem offensichtlich irren Monteur versucht, sein heimischen Heizungsproblem zu erläutern, kann ich gut wegschieben. Die Füße wurden angenehm warm. Nur 20 Minuten … und meine Balance und Contenance sind wieder hergestellt…
Zumindest bis das Kleinkind anfängt aus vollem Hals zu brüllen.

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